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	<title>The Fox and Me</title>
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	<description>Diese Seite ist ein einfaches Weblog. Sie folgt keiner erkennbaren Regelmäßigkeit. Hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Genauigkeit. Sie dient dafür den Leuten, die wissen wer diese Wörter tippt, einen Einblick zu gewähren wohin es mich gerade geweht hat, und wer oder was mir begegnet ist.</description>
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	<title>The Fox and Me</title>
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	<item>
		<title>Rückwärts die Atlantikküste entlang</title>
		<link>https://follow-the-fox.de/rueckwaerts-die-atlantikkueste-entlang/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sifoxme]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jul 2022 21:27:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach einer Erfahrung wie dem Camino, schaut man mit gemischten Gefühlen auf das Ende der Reise. Das ist nicht nur meine Erfahrung, sondern auch das was mir viele andere Mitpilger [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Nach einer Erfahrung wie dem Camino, schaut man mit gemischten Gefühlen auf das Ende der Reise. Das ist nicht nur meine Erfahrung, sondern auch das was mir viele andere Mitpilger im Gespräch bestätigt haben. Man pendelt irgendwo zwischen euphorischer Vorfreude und nackter Angst.<br>Umso besser, dass ich mir mit dem Zuhause Ankommen noch etwas Zeit lassen konnte.<br>Denn ich habe die Gelegenheit genutzt, diese mir noch völlig unbekannte Ecke Europas etwas genauer anzusehen. Und so hat mich mein Weg entlang der Atlantikküste durch die Städte A Coruña, Santander, Bilbao, San Sebastián-Donostia bis ins französische Hendaye geführt. Nach der Küste ging es mit einem großen Sprung &#8211; dem TGV sei Dank &#8211; nach Straßburg.</p>



<p>Was lässt sich also über die Städte und wie ich sie erlebt habe sagen?</p>



<p>A Coruña würde ich als die &#8222;Eifrige&#8220; bezeichnen. Eine Stadt, die nicht nur von ihrer Schönheit und damit Touristen leben kann. Hier wird gearbeitet. Aber dafür auch während der Siesta am riesigen Stadtstrand gesurft.</p>



<p>Santander ist die &#8222;Entspannte&#8220;. Die Stadt muss nichts beweisen. Man sieht sofort dass es ein wunderbarer Fleck Erde ist: wunderschön, weitläufig, und alles ist entweder grün, blau oder weiß. Meer, Park oder Strand.</p>



<p>Bilbao ist die &#8222;Künstlerische&#8220;. Daher verzeiht man ihr auch das ein oder andere Chaos. Herzstück ist das Guggenheim Musuem, das alleine schon durch sein unglaubliches Äußeres Bewegung in diese energiegeladene Stadt bringt, und jeden Besucher inspiriert wieder ziehen lässt.</p>



<p>San Sebastián-Donostia ist die &#8222;Versnobte&#8220;. Das schlägt sich in den Preisen für so ziemlich alles nieder. Dazu tausende Touristen, die sich selbst vor der Kulisse der Stadt feiern. Würde San Sebastián-Donostia in Bayern liegen, würde es wohl München heißen.</p>



<p>Hendaye, die &#8222;Größenwahnsinnige&#8220;. Gefühlt übertreibt es Hendaye etwas mit allem. Der Strand ist so immens groß, dass man die Stadt fast verdoppeln könnte. Vergleiche mit pazifischen Inselparadiesen, wie man sie hier gerne auf Souvenirshirts druckt, gehen dann aber doch zu weit.</p>



<p>Strasbourg, das &#8222;Europäische Herz&#8220;. Ich bin an der L&#8217;Ill entlang bis zum Europaviertel gelaufen. Und wenn man das einmal macht, sieht man, wie sehr im Herzen der Stadt und der Bürger dieses Viertel liegt. Direkt angrenzend gibt es eine Siedlung mit Einfamilienhäusern. Wenn die Kinder da im Garten Trampolin springen können sie den Abgeordneten winken. Mir gefällt dieser Gedanke irgendwie.</p>



<p>Und dann war ich nach einem weiteren kurzen Abstecher ins südliche Elsass plötzlich wieder in Deutschland.</p>



<p>Ob es ab sofort also noch spannende, interessante oder merkwürdige Dinge hier zu berichten gibt? Wir werden sehen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Unverplant auf dem Camino Frances: Der französische Weg durch Spanien</title>
		<link>https://follow-the-fox.de/unverplant-auf-dem-camino-frances-der-franzoesische-weg-durch-spanien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sifoxme]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 May 2022 15:45:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor 4 Tagen bin ich wieder in München aufgebrochen. Es ging erneut mit dem Zug in den Süden, aber dieses Mal Richtung Südwesten nach Bayonne in Frankreich, und am nächsten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Vor 4 Tagen bin ich wieder in München aufgebrochen. Es ging erneut mit dem Zug in den Süden, aber dieses Mal Richtung Südwesten nach Bayonne in Frankreich, und am nächsten Tag weiter nach Saint Jean Pied de Port.  Bekannt ist der kleine Ort vor allem als Ausgangspunkt für den Camino Frances. Den französischen Jakobsweg,  der ab diesem Ort über knapp 800 km nach Santiago di Compostela führt. Und ich habe mich gemeinsam mit dutzenden anderen Pilgern auf den Weg gemacht. Irrsinn? Ganz sicher. Abenteuer? Auf jeden Fall. Schaffbar? Ich habe keinen blassen Schimmer. </p>



<p>Was ich aber weiß ist, dass es sich jetzt schon gelohnt hat. Die Orte, der Weg, die selbstverständliche  wenn auch unausgesprochene Gemeinschaft aller Strebenden, die Hilfsbereitschaft unter völlig Fremden &#8211; unbeschreiblich.  Man läuft im Morgengrauen los und sobald man den ersten Gleichgesinnten trifft, kommt einem wie selbstverständlich ein &#8222;Buen Camino!&#8220; über die Lippen. Als hätte man sein ganzes Leben lang, Menschen nicht anders gegrüßt. </p>



<p>Ich weiß noch nicht, wie regelmäßig oder ausführlich ich hier in Zukunft schreiben werde. Mal sehen. Aber vielleicht versuche ich es mal mit meinen Etappen und den Überschriften, die ich ihnen geben würde:</p>



<h4 class="wp-block-heading">Saint Jean Pied de Port &#8211; Roncesvalles </h4>



<p>Yo soy un caracol! Finde dein Tempo und wenn es noch so langsam ist.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Roncesvalles &#8211; Espinal</h4>



<p>Die Letzten werden nicht die Letzten sein. Bleibe bei deinem Tempo, auch an einem kurzen Tag.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Espinal &#8211; Zubiri</h4>



<p>Du musst dich entscheiden: Sei eine Lärche oder eine 800km lange schlaflose Eule.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Zubiri &#8211; Pamplona</h4>



<p>In einem bewegten Körper ist ein bewegter Geist.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Pamplona &#8211; Uterga</h4>



<p>CAN&#8217;T STOP. WON&#8217;T STOP.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Uterga &#8211; Lorca</h4>



<p>Ein Pilger geht mit Stock. Oder am 4. Tag mit Kniebandage. (Ich habe 2 Stöcke)</p>



<h4 class="wp-block-heading">Lorca &#8211; Los Arcos</h4>



<p>Alternative Routen bringen mehr Höhenmeter, aber auch mehr Ruhe.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Los Arcos &#8211; Logroño</h4>



<p>Manchmal ist Laufen wie Fliegen ohne zu Fallen. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Logroño &#8211; Ventosa</h4>



<p>Ich wandere nicht, ich pilgere.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ventosa &#8211; Najera</h4>



<p>Wer nicht schlafen kann, braucht auch mal einen kurzen Tag.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Najera &#8211; Santo Domingo de la Calzada</h4>



<p>Wenn die Sonne die Hitze ist, wird das Morgengrauen zur Morgenfreude.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Santo Domingo de la Calzada &#8211; Belorado</h4>



<p>Wenn das Graffiti sagt &#8222;Walk, Baby!&#8220;, bleibst du nicht stehen. Auch nicht um ein Foto zu machen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Belorado &#8211; Villafranca Montes de Oca</h4>



<p>Das hier ist weder ein Rennen noch ein Wettbewerb in Ausdauer oder Leidensfähigkeit.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Villafranca Montes de Oca &#8211; Cardeñuela Riopico</h4>



<p>Rechne immer damit dass ein Hängebauchschwein auftaucht und deinen Rucksack anknabbert. Wirklich.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Cardeñuela Riopico  &#8211; Burgos</h4>



<p>Städte sind nur innen schön. Bis dahin muss man sich einfach auf das Essen freuen. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Burgos &#8211; Tardajos</h4>



<p>Kurze Tage lassen mehr Platz für Gespräche und Inspiration.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Tardajos &#8211; mitten im Nirgendwo vor Hontanas</h4>



<p>Wenn du morgens deinem Schatten hinterher läufst, er tagsüber rechts um dich herumwandert und sich in der größten Hitze versucht rechts unter dir zu verstecken,  dann bist du den ganzen Tag in die richtige Richtung gelaufen. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Mitten im Nirgendwo vor Hontanas &#8211; Boadilla del Camino</h4>



<p>Manche muss man treffen, andere ziehen lassen und wieder andere einfach abhängen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Boadilla del Camino &#8211; Carrión de los Condes</h4>



<p>Am Ufer entlang führt auch ein Weg.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Carrión de los Condes  &#8211; Legidos</h4>



<p>Wenn 17km schnurgerader, flacher Weg einen in den Wahnsinn treiben können, wie viel Geradlinigkeit verträgt man dann im eigenen Leben?</p>



<h4 class="wp-block-heading">Legidos &#8211; Bercianos del Real Camino</h4>



<p>Getrennte Wege sind halbe Pilger. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Bercianos del Real Camino &#8211; Reliegos</h4>



<p>Geschichten teilen und merken, dass Lachen und Weinen genauso in einen einzigen Tag passen, wie Tag und Nacht.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Reliegos &#8211; León</h4>



<p>Als größte Stadt entlang des Camino Francés, wird man hier nach einem kilometerlangen Marsch entlang der Autobahn und durch das Industriegebiet, mit einem Lolli begrüßt. Immerhin. </p>



<h4 class="wp-block-heading">León &#8211; Hospital de Órbigo</h4>



<p>Wenn man anfängt zu vertrauen, kann man endlich fliegen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Hospital de Órbigo &#8211; Murias de Rechivaldo</h4>



<p>Pilgern heißt nicht aufstehen und laufen, laufen, laufen. Sondern aufstehen und lernen,  lernen, lernen. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Murias de Rechivaldo &#8211; Rabanal de Camino</h4>



<p>Die Sonne begrüßen, den Regen spüren und dem Donner zuhören. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Rabanal de Camino &#8211; El Acebo</h4>



<p>Höchster Punkt des Weges ist überschritten.  Der Rest des Tages geht nur Camino und mich was an.</p>



<h4 class="wp-block-heading">El Acebo &#8211; Camponaraya</h4>



<p>Wer nach der einen Aussicht irgendwann die nächste genießen will, muss wohl oder übel vom einen Berg runter um zum nächsten zu kommen. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Camponaraya &#8211; Vega de Valcarce</h4>



<p>Ausdauer belohnt einen in unterschiedlichen Währungen: Aussichten, Ruhe, tollen Pausen, leckeren Essen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Vega de Valcarce &#8211; Liñares</h4>



<p>Inzwischen sind steile Anstiege auch nur Meter die gelaufen werden wollen, während man singt, lacht oder schwebt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Liñares &#8211; A Balsa</h4>



<p>Wie im grünen Himmel.</p>



<h4 class="wp-block-heading">A Balsa &#8211; Mercadoiro</h4>



<p>Schneller werden, bis die Kilometer fliegen!</p>



<h4 class="wp-block-heading">Mercadoiro &#8211; Ponte Campaña</h4>



<p>Der Compostela-Stempel-Wahnsinn der letzten 100km hat begonnen und wird patentiert durch hunderte neue &#8222;letzte-100km-Pilger&#8220;.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ponte Campaña &#8211; Calle</h4>



<p>Da fällt mir ein Y auf den Kopf, und ich habe keine Ahnung was das heißt. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Calle &#8211; Santiago de Compostela </h4>



<p>Ankommen heißt auch immer Abschied nehmen. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Santiago de Compostela &#8211; Santiago de Compostela &#8211; Santiago de Compostela &#8211; Santiago de Compostela &#8211; &#8230; &#8211; Santiago de Compostela </h4>



<p>Wenn neben dem T eine rote Linie leuchtet,  geht es erst einmal nicht weiter. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Santiago de Compostela  &#8211; Fisterra</h4>



<p>Wenn man nach fast 6 Wochen, in denen man sich ausschließlich zu Fuß fortbewegt hat, plötzlich in einem motorisierten Gehäuse transportiert wird, ist das erst einmal sehr seltsam. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Fisterra &#8211; Kap Finisterre &#8211; Fisterra</h4>



<p>Sonnenuntergänge am Ende der Welt bestaunen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Fisterra &#8211; Muxía </h4>



<p>Noch einmal die Schuhe schnüren, und den Rucksack auf dem Rücken spüren,  während man dem Camino langsam auf Wiedersehen sagt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Muxía &#8211; Muxía </h4>



<p>Gedanken sortieren während die Seele in der Meeresbrise flattert.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bari, Trullis &#038; Barock &#8211; 3 Nächte in Apulien</title>
		<link>https://follow-the-fox.de/bari-trullis-barock-3-naechte-in-apulien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sifoxme]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Apr 2022 20:20:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Gestern Abend in Bari, habe ich mal wieder meine Sachen gepackt. Und etwas Wesentliches vermisst. Die Zeit. Als ich gestartet bin, vor 4 Wochen, da hatte ich noch jede Menge [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Gestern Abend in Bari, habe ich mal wieder meine Sachen gepackt. Und etwas Wesentliches vermisst. Die Zeit. Als ich gestartet bin, vor 4 Wochen, da hatte ich noch jede Menge davon und plötzlich ist von diesen 4 Wochen kaum noch etwas übrig. Gerade noch ein paar Stunden, die man mit gutem Willen zu 1 ¼  Tagen zusammenfassen kann.</p>



<p>Also habe ich mich gefragt wo sie hin ist, und habe gesucht – und gefunden. In den Fotos die ich gemacht habe, den Nachrichten die ich geschrieben und bekommen habe, und nicht zuletzt hier in diesem Blog. Zeit verwandelt in Erinnerungen und Erfahrungen. Auch nicht schlecht. Wenn Zeit eine Währung ist, würde ich sagen, ich habe gut investiert. Wie oft geht Zeit vorbei, ohne dass wir sie genutzt haben.</p>



<p>Hmmm, keine Ahnung warum das hier jetzt so philosophisch wird. Ich wollte eigentlich gerade schlafen, nachdem der InterCity jetzt schon 4,5h lang hartnäckig versucht mich einzulullen. Aber dann kam die Dame zum Ticket kontrollieren und rief immer lauter 12 C!</p>



<p>Vielleicht ist es also das. Jedenfalls reise ich gerade von Bari, zu meinem vorerst letzten Stopp in Bella Italia: Bologna. Und da ich ja jetzt wieder wach bin, kann ich auch wieder schreiben.</p>



<p>Vielleicht eine kurze Zusammenfassung zu den letzten Tagen? Ja? Ok.</p>



<p>Zu Bari muss ich sagen, dass es eine echte Überraschung war. Eine Großstadt, direkt am Meer, tief im Süden von Italien. Also habe ich etwas ähnliches wie Neapel erwartet und trotzdem mutig 3 Übernachtungen geplant. Denn Bari eignet sich als guter Ausgangspunkt für 2 Reiseziele, die ich nicht auslassen wollte: Lecce, noch weiter im Süden, und Alberobelllo, etwa 1h weg von der Küste landeinwärts. Aber dann war da diese schöne Großstadt. Die es schafft, ihre Geschichte nicht zu verlieren und trotzdem nach vorne zu schauen. Etwas dass ich in Lecce wirklich vermisst habe. Da wälzt man sich im Staub der Geschichte anderer, lebt von (barocken) Gebäuden, die andere gebaut haben und hält für jeden Kirchenbesuch noch die Hand auf. Und jetzt, nach 4 Wochen, muss ich sagen, dass ich es leid bin. Ich zahle keinen Eintritt mehr für Kirchen. Punkt. Das widerspricht auch komplett dem was eine Kirche sein sollte, oder? Würde gerne mal wissen, wie sie das an Ostern gemacht haben. Ob Gläubige dann nur den Gottesdienst besuchen durften, wenn sie vorher Eintritt bezahlt haben? Kann man als regelmäßiger Kirchgänger dann ein Abo abschließen?</p>



<p>Genug gewettert über Lecce. Zurück zu Bari, wo man nichts vermissen muss. Eine kleine feine Altstadt, die mit viel Geschichte zusammengehalten wird? Gibt es. Eine neue Innenstadt, wo man alles bekommt, was man vielleicht vermissen könnte? Gibt es. Kunst und Kultur? Gibt es – im Moment eine Banksy Ausstellung, in die ich aus Zufall gestolpert bin. Leckeres, frisches Essen? Gibt es in Massen. Bari ist auch die einzige Stadt, wo ich überall dort, was fußläufig zu erreichen war, regemäßig abgesenkte Gehwege gefunden habe. Definitiv keine Selbstverständlichkeit, aber eine große Annehmlichkeit für die unterschiedlichsten Verkehrsteilnehmer.</p>



<p>Mein 2. Ausflug nach Alberobello hat auch geklappt. Da ging es ausnahmsweise mit dem Bus hin, was schon ein größeres Abenteuer ist, als die inzwischen routinierten Zugfahrten. Nicht, weil die nicht fahren oder pünktlich wären, sondern weil dort regelmäßig mehr mit fahren wollen, als Platz haben. Zumindest wenn es in Richtung Alberobello geht. Und wenn man mal dort ist, muss man ja auch wieder zurück. Und da die Anzahl der Busse am Tag begrenzt ist, wird das schon interessant. Ansonsten bin ich froh dass ich dort war, und dass es nicht länger als 4h waren. Nicht falsch verstehen – es ist wirklich sehr schön da. Man hat dort nicht einfach Häuser gebaut, sondern Trullis. Kleine Runde Häuser, mit gemauerten, runden und spitzzulaufenden Dächern. Und alles ist weiß. Was bei Sonnenschein dazu führt, dass es wirklich ordentlich hell wird. Aber ansonsten gibt es dort nichts zu tun oder zu erkunden. Der historische Teil mit eben jenen Trullis, ist sehr klein und innerhalb 1h erkundet. Wenn man sich Zeit lässt. Und dann kann man sich nur noch dem widmen, was man dort ersonnen hat, um die Touristenströme in Geldströme zu verwandeln. Kühlschrankmagneten, wieder mal Olivenöl, Miniatur-Trullis, Schmuck, Küchentücher, Souvenirshirts, Hüte und Essen. Wäre ich mobiler gewesen, mit einem wie auch immer gearteten fahrbaren Untersatz, wäre ich früher zurück nach Bari um mich noch einmal im Gassengewirr zu verlieren.</p>



<p>Und jetzt sind es nur noch 2h bis Bologna. Viel Zeit bleibt dann nicht mehr um die Stadt wenigstens ein bisschen zu erahnen und eine kulinarische Köstlichkeit zu finden, bevor es nach ein paar Stunden Schlaf, morgen Vormittag Richtung Heimat geht. Apropos Schlaf… vielleicht versuche ich es damit jetzt noch einmal.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Im 5-Tages-Rutsch rund um Sizilien</title>
		<link>https://follow-the-fox.de/im-5-tages-rutsch-rund-um-sizilien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sifoxme]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Apr 2022 20:45:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachdem ich mich fast eine Woche auf den äolischen Inseln vom Reisen erholt habe, ging es im Anschluss in 5 Tagen um Sizilien herum. Und was hätte ich gerne mehr [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Nachdem ich mich fast eine Woche auf den äolischen Inseln vom Reisen erholt habe, ging es im Anschluss in 5 Tagen um Sizilien herum. Und was hätte ich gerne mehr Zeit gehabt! Es ist so eine schöne Insel! Hier gehen die Uhren noch einmal anders, als im Rest von Italien. Aber so, ging es fast im Tageswechsel von einem Ort zum nächsten. Ich versuche das Tempo mal ein bisschen zu veranschaulichen:</p>



<p>Von Lipari nach Cefalu. Touristisch überlaufene, aber sehr schöne Stadt mit wunderbarem Sandstrand und unterhalb von La Rocca. Fels mit Festungsruinen obendrauf, der es ernst meint. Hoch und runter – zu viele Stufen, falsche Schuhe, falsche Hose. Sehr anstrengend. Selbstbelohnung mit Eis, Abkühlung durch erneuten Kathedralen Besuch.</p>



<p>Schlafen, packen, Palermo.</p>



<p>Sehr schön und gleichzeitig nicht so schön. Neapolitanische Momente. Tolles Theater, Der Pate III, gesessen wo Al Pacino saß. Clevere Belüftungsarchitektur. Weiter zur Kathedrale Pallatina, wieder Mosaiksteinchen, aber dieses Mal im bombastischen und beeindruckenden Überfluss. Viel Gold. Über Markt gelaufen – keinesfalls kann ich hier was essen. Fettes „Nein, Danke“ an den Reiseführer. Weiter zu botanischem Garten. Ruhe. Wasser. Müsste hier nicht mal jemand gießen? Oder kehren? Unheimliche Bäume, hübsche Blüten.</p>



<p>Essen finden, schlafen, packen, Syrakus.</p>



<p>B&amp;B – keiner da. Keiner erreichbar. Doch noch geklappt. Ab auf den Markt, sieht alles lecker aus, aber Warteschlangen bis zum Ortsausgang. Hungrig weiter, Stadt ablaufen. „Cucina is closed Signora“, weiter erkunden. Plötzlich kalt, zurück, Jacke, zurück, endlich essen. Super lecker!</p>



<p>Schlafen, packen, Parco Archaeologico. Krass, diese Griechen. Grab von Archimedes oder eben auch nicht. Viele Steine, altes Teatro, Proben für Aufführung. Amphitheater, zum Glück keine Proben für Aufführung. Puh.</p>



<p>Weiter nach Taormina.</p>



<p>Mist, Bahnhof unten, Hotel oben am Berg. Taxi. Altes Teatro, Proben für Aufführung. Schon wieder. Sensationeller Blick. Sitzen, atmen, genießen. Essen finden, super lecker, viel zu viel, kaum noch Platz zu atmen.</p>



<p>Schlafen, aufstehen, Frühstück inhalieren. Bus Terminal, Ätna. Lecker Espresso. Gondel, Unimog, Caldera alter Hauptkrater, Fotos, Unimog, Gondel, kleiner Silvestri Krater, fast weggeweht, &nbsp;Cafe Americano, Bus, Taormina, sizilianischer Gin &amp; Tonic.</p>



<p>Schlafen, packen, Arrivederci Sicilia.</p>



<p>So, jetzt wisst ihr vielleicht in etwa wie ich mich fühle. Und daher mache ich hier jetzt erst einmal Pause und stelle mich auf weiteren 4h Zugfahrt nach Salerno ein.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Isole Eolie – vulkanisches Himmelsgestein im tyrrhenischen Meer</title>
		<link>https://follow-the-fox.de/isole-eolie-vulkanisches-himmelsgestein-im-tyrrhenischen-meer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sifoxme]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Apr 2022 15:50:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich wusste bis vor Kurzem gar nicht, dass es diese Inseln gibt. Und am liebsten würde ich schreiben, dass es furchtbar war und man auf keinen Fall da hin fahren [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich wusste bis vor Kurzem gar nicht, dass es diese Inseln gibt. Und am liebsten würde ich schreiben, dass es furchtbar war und man auf keinen Fall da hin fahren sollte. Einfach nur, damit es dort möglichst lange so bleibt wie es ist: Wunderschön, ruhig, grün mit türkisfarbenem Meer und gespickt mit vielen wunderbaren Kleinigkeiten, die man dort ungestört stundenlang betrachten kann. Dabei habe ich nur drei der insgesamt 7 Inseln besucht &#8211; aber das hat schon gelangt, um so ins Schwärmen zu kommen.</p>



<p>Die ersten Tage habe ich auf Lipari, der Hauptinsel verbracht. Und dass das ein wunderbares Fleckchen Erde ist, wussten die Menschen schon vor 7.000 Jahren. Die ältesten archäologischen Funde dort, gehen auf 5.000 AD zurück. Ich bin leider niemand, der freiwillig unzählige Stunden in Museen verbringt und dort per Audioguide und Infotafeln alle Informationen bis ins Detail aufsaugt, um sie dann bei einem gemütlichen Abend, gewünscht oder ungewünscht, zum Besten zu geben.</p>



<p>Aber im Museum von Lipari, war ich tatsächlich mal fasziniert. Auch, weil die Dinge dort so wunderbar erhalten sind. Teilweise sind sie nach 7.000 Jahren noch so vollständig und unbeschädigt, als ob sie erst gestern noch benutzt wurden.</p>



<p>Aber ansonsten ist Lipari auch ein wunderbarer Ort um bei der ein oder anderen Wanderung einfach mal die Seele durchpusten zu lassen, die Lungen zu lüften und die Augen zu verwöhnen. Herrlich.</p>



<p>Vulcano ist da schon anders. Die Insel liegt nur 10 Fährminuten entfernt, und ist an der ein oder anderen Stelle schon fast in Kirschkernspuckdistanz zu Lipari. Vulcano heißt jedoch nicht ohne Grund so. Sie ist vulkanisch aktiv und im Moment sogar zu aktiv. Die Grenzwerte an Schwefelgasen liegen weit über den Grenzwerten, weshalb der Krater und die heißen Blubberbäder gesperrt sind. Und sie liegen so weit drüber, dass ich bei der Tagestour dorthin in der Cantina Stevenson umringt von lauter Zivilschutzmitarbeiter*innen zu Mittag gegessen habe. Denn aus Sorge vor einem Ausbruch, haben die rund 40 Zivilschützer*innen eine Evakuierungsübung für den nächsten Tag vorbereitet.</p>



<p>Zu Vulcano kann ich daher gar nicht viel schreiben. Außer Obacht: Dort wo es gelb ist, stinkt es. Und es fühlt sich dort direkt ein paar Grad wärmer an, als auf den anderen Inseln. Könnte aber auch dem unterbewussten Gedanken an einen brodelnden Vulkan direkt unter den eigenen Füßen geschuldet sein.</p>



<p>Nach 3 Nächte auf Lipari ging es zu der äußersten, nordöstlichsten der Inseln: Stromboli. Stromboli ist in diesem Falle der Name der Insel, des Vulkans und des zweiteinzigsten, aber größten Ortes. Und wer schon wie ich am Snaefellsjökull war, der muss einfach auch zum Stromboli. Wer sich jetzt fragt, wie die beiden zusammenhängen, der gibt vielleicht beide Namen einfach mal bei der Suchmaschine seines Vertrauens ein? Dann sollte man auf Jules Vernes „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ stoßen und – es verstehen. So, mehr verrate ich nicht. Andernfalls, lest einfach das Buch.</p>



<p>Und Stromboli war schon faszinierend. Man ist auf dieser kleinen Insel im tyrrhenischen Meer, die die Form eines idealtypischen Vulkans hat. Und dieser Vulkan ist nicht nur aktiv, sondern auch Namensgeber für andere Vulkane von „strombolianischem“ Charakter. Also Vulkane, bei denen man in sehr regelmäßigen Abständen von etwa 15-20 Minuten Eruptionen beobachten und hören kann. Das klingt teilweise wie Donnergrollen und teilweise wie ein Donnerschlag.</p>



<p>Wer zur Tonspur auch ein Bild möchte, kann ohne Guide bis auf knapp 300m auf eigene Faust auf den Stromboli hoch. Dort kommt man zu einem guten Aussichtspunkt, der es einem erlaubt die Eruptionen auch zu sehen. Und das geht bei Tag und bei Nacht. Nachts ist allerdings das Mitbringen und Tragen einer Stirnlampe zu empfehlen. Und gute Sicht wünschenswert. Sonst geht es einem so wie mir und man läuft da zum Sonnenuntergang hoch und dann kommen die Wolken und sinken und sinken immer tiefer und tiefer herunter. Bis man fast selbst in der Wolke steckt. Dann kann man auch wieder umdrehen.</p>



<p>Und am nächsten Tag war der Wind so stark, dass ich es nicht mehr versucht habe. Allerdings hatte ich von meinem Bett aus den perfekten Blick auf den Stromboli und konnte bequem im Liegen das Spektakel mit etwas mehr Höhenunterschied betrachten. Und das ist schon beeindruckend, wenn plötzlich vom Krater aus der ganze Himmel anfängt rot zu leuchten. Und manchmal konnte man auch glühendes Gestein fliegen sehen.</p>



<p>An meinemn Abreisetag, haben der Stromboli und ich uns kurz nach Sonnenaufgang voneinander verabschiedet. Er hat dafür exra Rauchkringel gemacht! Echte, wunderbar symmetrische, gestochen schafe Rauchkringel. Seitdem darf ich ihn Charlie (erklär ich nicht, müsst ihr selbst dahinter kommen) nennen, und wenn es klappt, sehen wir uns irgendwann wieder.</p>



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		<title>Städtetechnisch zwischen Fegefeuer und dem ersten Kreis der Hölle: Neapel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sifoxme]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Apr 2022 14:40:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich habe überlegt das Kapitel zu überspringen. Aber vielleicht hilft es mir ja auch bei der Bewältigung meines neapolitanischen Traumas. Mit 19 bin ich auf der Klassenfahrt durch Neapel gefahren [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich habe überlegt das Kapitel zu überspringen. Aber vielleicht hilft es mir ja auch bei der Bewältigung meines neapolitanischen Traumas.</p>



<p>Mit 19 bin ich auf der Klassenfahrt durch Neapel gefahren und fand es schrecklich. Konsequenterweise habe ich, während des einwöchigen Aufenthalts in Sorrent, den geplanten Tagesausflug nach Neapel, inklusive Besuch des Vesuvs rundheraus verweigert.</p>



<p>Jetzt mit ein paar Jahren Abstand, aber auch um zu verhindern den Nachtzug nach Palermo nehmen zu müssen, dachte ich mir, ich schaue mir das für einen halben Tag an und bin von Florenz durchgedüst bis nach Neapel.</p>



<p>Der Plan sah wie folgt aus: Sachen im Hotel abwerfen, in den Zug nach Herculaneum hechten und den Bus hoch zum Vesuv nehmen. Die letzten 150m hoch laufen, runter gucken und alles wieder zurück.</p>



<p>Also kam ich an und es war bewölkt. Da trat Plan B in Kraft. Neapel besichtigen.</p>



<p>Fangen wir mit etwas Gutem an: Ich habe dort die vermutlich mit Abstand beste Pizza meines Lebens gegessen. Schwör!</p>



<p>Und: Wenn man es zum Fort San’Elmos geschafft hat – was an sich kein schönes Gebäude ist, aber eine super Aussicht bietet – „thront“ man schon fast über allem, was mich wirklich erschreckt hat. Überall ist Müll. Überall. Überall veranstalten Autos und Roller eine Stoßstange-an-Stoßstange-an-Reifen-an-Stoßstange-Polonaise, die sich im Takt von Hupen und Reifenquietschen in einem endlosen Reigen durch die Straßen und Gassen quält. Und es stinkt so nach Abgasen, dass man schon fast freiwillig seine FFP2 Maske aufsetzen will.</p>



<p>Wenn man aber oben auf San’Elmos steht, ist es ruhig, man kann atmen und es liegt weniger Müll als üblich rum. Von hier oben kann man das Ausmaß dieser Stadt zumindest annähernd erfassen und auch ein Stück weit verstehen, warum die Menschen sich hier niedergelassen haben. Aber nur, bis man wieder den Vesuv sieht, der – kaum das ich auf San’Elmos angekommen war &#8211; plötzlich frei von allen Wolken war, an Pompeji denkt und sich fragt, wie verrück man sein muss hier zu wohnen.</p>



<p>Auf der anderen Seite, kann ich jeden verstehen der hier nicht wegzieht. Wenn du dort am Hang wohnst, wo nur Treppen zu deiner Haustüre führen, und zwar wirklich viele, viele Treppen. Dann ziehst du nicht um. Alleine die Vorstellung deinen Haushalt runter oder wahlweise bis zur nächsten halbwegs ebenen Straße hoch zu schleppen, krümpfelt alle Überlegungen wie einen ungewünschten Prospekt zusammen und wirft ihn in die Tonne. Mein persönliches Fazit zu Neapel: Ich war mit 19 schon ganz schön klug, bin aber jetzt wenigstens um eine kulinarische Erfahrung reicher.</p>



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		<title>Von ganz schön schief, zu ganz schön teuer: Pisa &#038; Florenz</title>
		<link>https://follow-the-fox.de/von-ganz-schoen-schief-zu-ganz-schoen-teuer-pisa-florenz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sifoxme]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Apr 2022 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach etwas Durchatmen und viel frischer Luft in Cinque Terre, konnte es wieder etwas städtischer werden. Und so bin ich nach einer kurzen Zugfahrt in Pisa angekommen. Und was soll [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Nach etwas Durchatmen und viel frischer Luft in Cinque Terre, konnte es wieder etwas städtischer werden. Und so bin ich nach einer kurzen Zugfahrt in Pisa angekommen. Und was soll ich sagen? Man weiß ja dass der Turm schief ist, also erwartet man auch einen entsprechend schiefen Turm. Aber gleich so schief? Und das ohne umzufallen? Wirklich erstaunlich. </p>



<p>Noch erstaunlicher, dass da sogar Leute hoch sind. Das liegt allerdings nicht am Neigungswinkel, sondern am Preis. Das kostet einfach mal 20€. Und was sieht man dann? Nix! Du bist ja auf dem Gebäude das spektakulär an Pisa ist. Klar, kannst du jetzt schauen, wie es so ist, schief zu stehen und runter zu gucken. Aber ich kam ja gerade von Cinque Terre. Da macht man doch nichts anderes, als schief stehen und runter gucken.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" loading="lazy" width="768" height="1024" src="https://follow-the-fox.de/wp-content/uploads/20220401_171759-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-103" srcset="https://follow-the-fox.de/wp-content/uploads/20220401_171759-768x1024.jpg 768w, https://follow-the-fox.de/wp-content/uploads/20220401_171759-225x300.jpg 225w, https://follow-the-fox.de/wp-content/uploads/20220401_171759-1152x1536.jpg 1152w, https://follow-the-fox.de/wp-content/uploads/20220401_171759-1536x2048.jpg 1536w, https://follow-the-fox.de/wp-content/uploads/20220401_171759-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<p>Also habe ich lieber 10€ investiert um mir die anderen Gebäude in der Nähe anzusehen: Den Dom, das Baptisterium, der Camposanto, und 2 angrenzende Museen. Der Dom hat mich überrascht, denn er war wirklich schön. Nicht so übertrieben, ok, bis auf die Decke vielleicht. Es scheint in Kirchen nämlich ein weitverbreiteter Brauch zu sein, Gold &#8211; wenn man irgendwann nicht mehr weiß wohin damit &#8211; einfach an die Decke zu packen. So auch in Pisa. </p>



<p>Das Baptisterium? Es ist wohl eine der größten Taufkapellen. Aber dafür hätte man nicht rein gemusst, war von außen schon beachtlich und innen kam nix dazu.</p>



<p>Camposanto. Hmm. Es ist ein Friedhof. Und man läuft quasi die ganze Zeit über Grabplatten. So was kann ich ja gar nicht leiden. Deswegen habe ich mich da wohl auch länger aufgehalten, als der Durchschnittsbesucher. Kennt ihr alle Jack Nicholson in &#8222;Besser geht&#8217;s nicht&#8220;? Gleich am Anfang, wenn er auf dem Weg ins Cafe ist und über den Gehweg tänzelt, weil er nicht auf Fugen treten will? Ja. Das war ich im Camposanto. Anstrengend. 2 Schritte vor, 4 links, 1 zurück, 5 vor, 1 rechts. Ganz zu schweigen von den verwunderten Blicken.</p>



<p>Ansosten, war Pisa, klein, kompakt, freundlich mit vielen mittelalterlichen kleinen Gassen und netten Cafes. Nett ist aber kein Grund um mehr als 1 Nacht dot zu bleiben, un so ging es am nächsten Tag nach Florenz.</p>



<p>Und wieder mal, ist es mir gelungen, die Besichtigung einer Großstadt auf das Wochenende zu legen. Wieder einmal keine gute Idee, weil wieder einmal viel zu voll. Abgesehen von den vielen Menschen, war es irre kalt und es hat zu meinem Einstand direkt gehagelt. Verhagelt haben mir zudem die strengen Besucherrestriktionen für Museen, Gebäude und Gärten (!!), den Zugang zu den Sehenswürdigkeiten. Tickets gab es keine mehr, die waren auf Tage im voraus ausverkauft. Und selbst wenn man welche hatte, musste man offenbar in riesigen Warteschlangen stehen. Zumindest war die Stadt voll mit Schlange stehenden Menschen. </p>



<p>Aber mal abgesehen davon, dass es keine Tickets gab, waren die Preise über die ich bei der Recherche gestolpert bin, schon ordentlich. Überhaupt war Florenz in so ziemlich allen Aspekten bisher der teuerste Aufenthalt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="768" src="https://follow-the-fox.de/wp-content/uploads/20220403_082420-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-104" srcset="https://follow-the-fox.de/wp-content/uploads/20220403_082420-1024x768.jpg 1024w, https://follow-the-fox.de/wp-content/uploads/20220403_082420-300x225.jpg 300w, https://follow-the-fox.de/wp-content/uploads/20220403_082420-768x576.jpg 768w, https://follow-the-fox.de/wp-content/uploads/20220403_082420-1536x1152.jpg 1536w, https://follow-the-fox.de/wp-content/uploads/20220403_082420-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Aufgrund des Ticketmangels bin ich die Stadt dann mehr oder weniger komplett zu Fuß abgelaufen. Zwei mal. Und ich muss sagen Florenz ist an einem frühen, sonnigen Morgen am schönsten. Dann, wenn das Vogegezwitscher noch lauter ist, als das Brummen der Motoren.  Aber mir ist noch etwas anderes aufgefallen, worüber jetzt gleich wieder einige den Kopf schütteln werden. Aber ich schreib&#8217;s trotzdem. Achtung. Los geht&#8217;s. Florenz ist das italienische Würzburg. So.</p>



<p>Zugegebenermaßen, muss man es dafür etwa dritteln, nach Norden verschieben und vielleicht auch an der ein oder anderen Stelle etwas weniger hübsch machen, aber vom Stadtplan her passt&#8217;s:</p>



<p>Florenz hat den Arno, Würzburg den Main. Gehen wir von Fließrichtung aus, haben beide auf der rechten Seite den Dom, plus zahllose weitere Kirchen. Auf der linken Seite finden sich in beiden Städten oben auf Hügeln zum einen eine Kirche (Basilica die San Miniato al Monte, vs. Käppele) und eine Festung (Forte di Belvedere vs. Festung Marienberg). Beide rühmen sich einer ganz besonderen Brücke (Ponte Vecchio, vs. Alte Mainbrück). Und während auf der einen überteuerter Goldschmuck verkauft wird, gibt es auf der anderen flüssiges Gold in Form von Frankenwein. Beides mit dem gleichen Ergebnis: komplett verstopfte Brücke, völlig egal ob es stürmt oder die Sonne scheint. </p>



<p>Am schönsten war die Stadt jedenfalls am frühen morgen. Wenn das Vogelgezwitscher noch lauter war als die Autos.</p>



<p>Ich könnte so noch eine ganze Weile weitermachen. Aber ich muss gleich mal checken ob morgen die Fähren fahren. In diesem Sinne: Ciao amici miei e a presto!</p>
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		<title>Cinque Terre: Das vertikale Venedig</title>
		<link>https://follow-the-fox.de/cinque-terre-das-vertikale-venedig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sifoxme]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Apr 2022 11:48:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach Mailand war eines klar. Eine Stadtflucht muss her. Ich muss irgendwohin, wo es mal ruhiger zugeht, weniger Menschen unterwegs sind und wo man auch mal was Grünes sieht. Oder [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Nach Mailand war eines klar. Eine Stadtflucht muss her. Ich muss irgendwohin, wo es mal ruhiger zugeht, weniger Menschen unterwegs sind und wo man auch mal was Grünes sieht. Oder noch verrückter: das Meer! </p>



<p>Und so bin ich in Cinque Terre gelandet. Genauer gesagt in dem Ort Riomaggiore. Aber das wisst ihr schon, wenn ihr das Intro nicht übersprungen habt. </p>



<p>Riomaggiore ist südlichste der 5 Orte, die da recht halsbrecherisch mit den Klippen kuscheln. Die anderen Orte heißen der Reihe nach Richtung Norden: Manarola, Corniglia, Vernazza und Monterosso. </p>



<p>Und auch wenn es verrückt klingt, ist Cinque Terre tatsächlich am einfachsten als vertikale Version von Venedig zu beschreiben. Damit ihr euch besser vorstellen könnt, was ich damit meine, folgende Hilfestellungen:</p>



<ol><li>Man nimmt Venedig und macht es erst mal 90% kleiner</li><li>Dann kippt man die Stadt um, sagen wir mal, 63 Grad</li><li>Jetzt das Meer durch Fels ersetzen</li><li>Die Brücken durch Treppen austauschen</li><li>Und damit man sich auch fortebwegen kann, abschließend noch die Gondeln in Züge verwandeln.</li></ol>



<p>Tadaaa! Fertig!</p>



<p>Es sind ganz wunderbare und doch auch unterschiedliche Ortschaften, mit zauberhaft bunten Häuschen, tollen Ausblicken und freundlichen Menschen. </p>



<p>Ich war leider nicht lange genug da, und hatte auch nicht das richtige Schuhwerk dabei, um mich auf den Wanderweg zu begeben, der alle Ortschaften über ca. 30 km miteinander verbindet. Aber man braucht ja auch Gründe um mal wieder da hin zu fahren. Bis dahin war der Zug eine wunderbare Alternative um in einem, wenn auch langen Tag, alle Orte zu besuchen und trotzdem viele, viele, wirklich viele Treppen zu steigen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" loading="lazy" width="768" height="1024" src="https://follow-the-fox.de/wp-content/uploads/20220330_172106-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-100" srcset="https://follow-the-fox.de/wp-content/uploads/20220330_172106-768x1024.jpg 768w, https://follow-the-fox.de/wp-content/uploads/20220330_172106-225x300.jpg 225w, https://follow-the-fox.de/wp-content/uploads/20220330_172106-1152x1536.jpg 1152w, https://follow-the-fox.de/wp-content/uploads/20220330_172106-1536x2048.jpg 1536w, https://follow-the-fox.de/wp-content/uploads/20220330_172106-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<p></p>
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		<item>
		<title>Von Ost nach West III – wie am oberitalienischen Schnürchen</title>
		<link>https://follow-the-fox.de/von-ost-nach-west-iii-wie-am-oberitalienischen-schnuerchen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sifoxme]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 19:13:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Numero quattro: Milano Ich sitze im Zug von Florenz nach Neapel. Genug Abstand um vielleicht das „Uff“ am Ende des letzten Beitrags zu erklären. Es ist für mich der Begriff [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Numero quattro: Milano</h3>



<p>Ich sitze im Zug von Florenz nach Neapel. Genug Abstand um vielleicht das „Uff“ am Ende des letzten Beitrags zu erklären.</p>



<p>Es ist für mich der Begriff mit dem ich Mailand vermutlich für immer verbinden werde. Denn die Stadt hat mich ganz schön gefordert. Sie ist immer laut, aber dabei auch musikalisch. Sie ist immer voll: voller Menschen, Autos aber auch, und vor allem Kunst! Sie ist riesig und das liegt auch zu einem gewissen Teil an den riesigen Gebäuden und Anlagen, die es hier gibt.</p>



<p>Ich hatte in Summe 2,5 Tage in Mailand, von denen ich 1,5 dort auch verbracht habe. Einen Tag bin ich nach Como geflüchtet. Einfach um ein bisschen auf’s Wasser zu gucken, die Sonne zu genießen, Eis zu essen und George Clooney zu treffen. Hat fast alles geklappt.</p>



<p>Die anderen 1,5 Tage habe ich damit verbracht die Stadt abzulaufen, Sehenswürdigkeiten anzuschauen, Museen zu besuchen und mich auf, und unter dem Dach von zwei der berühmtesten Gebäude zu tummeln.</p>



<p>Beim Mailänder Dom ging’s auf das Dach. Ja, das Dach. Früh um 9 Uhr morgens, war ich bei der ersten Gruppe dabei, die hoch durfte und das war schon magisch. Überall weißer Marmor, der von der Sonne angestrahlt wird und gleichzeitig aufgrund der kunstvollen Gestaltung, mystische Schatten wirft. Und es wird einem noch einmal sehr bewusst, welche Ausmaße dieser Dom hat. Und wieviel Kraft, Zeit und Leid in einen solchen Bau geflossen sein müssen. Von innen habe ich ihn mir dann auch noch angesehen und auch das ist beeindruckend – aus den gleichen Gründen. Aber sehr dunkel und kalt.</p>



<p>Ganz anders war es dagegen direkt unter dem Dach eines ganz anderen Gebäudes von internationalem Ruf und Ruhm: der Scala. Ich habe an der Abendkasse ein Restplatzticket ergattert (Achtung: Wenn das jemand von euch auch mal vorhat. Es ist ein kompliziertes Verfahren, dass von zwei sehr unterschiedlichen, aber sehr italienischen Damen dirigiert wird. Seid gefasst!). Dieses Restplatzticket hat mich zu einem Sitzplatz in der 2. Reihe im 2. Rang geführt. Übersetzt heißt das: ich konnte die Scheinwerfer sehen, die gut 1 Meter vor mir angebracht waren, und die obere linke Ecke des Vorhangs. Dafür war es schön warm, man konnte gut hören und Don Giovanni und Leporello haben wirklich Alles gegeben. Wenn ich mich hingestellt und über die erste Reihe hinweggeblinzelt habe -stört ja keinen, wenn hinter und über dir niemand mehr sitzt – konnte ich auch ab und an mal kurz etwas vom Bühnengeschehen sehen.</p>



<p>Wer dort mal einen entspannten Opernabend haben will, bei dem er nicht nur ein Hörspiel erlebt, kauft sich vielleicht aber lieber eine Karte für’s Parkett. Die Kostet dann im Schnitt 200€, aber man sieht und hört ohne sich zu verrenken.</p>



<p>Noch vor dem Frühstück am Abreisetag, hatte ich dann eine Verabredung zum „Abendmahl“ mit Leonardo DaVinci. Ich habe versucht 1-2 passable Fotos zu machen und mich dann aber für’s Sitzen und Betrachten entschieden. Man hat schließlich nur 15 Minuten mit dem, was von dem Wandgemälde noch übrig ist. Es ist sehr beeindruckend und ich würde Leonardo so gerne so vieles Fragen, nachdem ich es gesehen habe. Aber selbst wenn er da gewesen wäre – ich musste zum Zug, denn es hieß: weiter nach Cinque Terre!</p>
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		<title>Von Ost nach West II &#8211; wie am oberitalienischen Schnürchen</title>
		<link>https://follow-the-fox.de/von-ost-nach-west-wie-am-oberitalienischen-schnuerchen-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sifoxme]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Mar 2022 19:55:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Numero Due e Tre: Padua und Verona Nach Venedig wollte ich eigentlich erst direkt weiter nach Verona, und habe dann doch kurzentschlossen noch einen Stopp vorher in Padua eingelegt. Zum [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Numero Due e Tre: Padua und Verona</h3>



<p>Nach Venedig wollte ich eigentlich erst direkt weiter nach Verona, und habe dann doch kurzentschlossen noch einen Stopp vorher in Padua eingelegt. Zum Glück. Denn zum einen ist es ein wirklich hübsches Städtchen, und zum anderen hat sich am nächten Tag herausgestellt, dass ich Verona nicht mag. </p>



<p>Aber zunächst das Wichtigste in Kürze zu Padua: Studentenstadt, mit &#8222;Rebellen-Universität&#8220; an der schon Casanova, Galileo und Kopernikus gelehrt haben, schönen Parkanlagen, und &#8211; natürlich &#8211; kleinen verwinkelten Gassen. Gekrönt, von der Capella degli Scrovegni in der sich Giotto ausgetobt und vor allem was geraut hat: Er hat einfach mal den ersten echten Kuss der Kunstgeschichte gemalt und  biblische Figuren mit menschlicher Mimik und Gefühlsausbrüchen dargestellt. Was? Nein! Doch!! Wenn es damals wirklich ein Skandal war, dann jedenfalls ein farbenfroher.</p>



<p>Padu zu mögen ist einfach, da braucht es gar nicht viele Worte. Fertig.</p>



<p>Bei Verona sieht das schon anders aus. Aaaaalllsoooo&#8230;&#8230;. Ja, natürlich ist es eine schöne Stadt und das Amphitheater ist wirklich imposant. Aber leider hat Shakespeare seinen Romeo mitsamt Julia dort zum Leben erweckt um sie 2,5h und 5 Akte später wieder tragisch zu verabschieden. Aber diese 5 Akte sind der Stadt ein bisschen zu Kopf gestiegen (und den Touristen auch). Alles kostet &#8211; und v.a. zu viel. Und dabei muss man sich immer in Erinnerung rufen: Nein, die beiden gab es nicht wirklich. Ja, sie waren Fiktion. Genau, deshalb gibt es auch nicht wirklich Julias Balkon dort zu betrachten. Richtig, man kann dort einen Balkon ansehen, aber der wurde eben in den 30er Jahren einfach an ein Haus angebaut und zu &#8222;Julias Balkon&#8220; erklärt. Ob man das einfach machen kann? Ja klar, nennt sich Marketing und bringt seit 90 Jahren Touristen in die Stadt. </p>



<p>Was mir darüber den Aufenthalt vermiest hat, war auch das schlechteste italienische Essen, dass ich je gegessen, bzw. angefangen habe zu essen. Ich hatte aber auch Gefühl, dass es nicht nur mir so mit Verona ging. Ich glaube es geht ganzen Hotels so. Ich habe zumindest noch nie so viele Hotels auf engem Raum gesehen, die allesamt nach anderen Städten benannt sind: Firenze, Milano, Trieste, Trento, Blogna &#8211; you name it. Wenn also schon die Hotels lieber wo anders wären, dann ist es denke ich auch ok, wenn&#8217;s mir genauso geht.</p>



<p>E basta. Next stop Milano. Uff.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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