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Cinque Terre: Das vertikale Venedig

Nach Mailand war eines klar. Eine Stadtflucht muss her. Ich muss irgendwohin, wo es mal ruhiger zugeht, weniger Menschen unterwegs sind und wo man auch mal was Grünes sieht. Oder noch verrückter: das Meer!

Und so bin ich in Cinque Terre gelandet. Genauer gesagt in dem Ort Riomaggiore. Aber das wisst ihr schon, wenn ihr das Intro nicht übersprungen habt.

Riomaggiore ist südlichste der 5 Orte, die da recht halsbrecherisch mit den Klippen kuscheln. Die anderen Orte heißen der Reihe nach Richtung Norden: Manarola, Corniglia, Vernazza und Monterosso.

Und auch wenn es verrückt klingt, ist Cinque Terre tatsächlich am einfachsten als vertikale Version von Venedig zu beschreiben. Damit ihr euch besser vorstellen könnt, was ich damit meine, folgende Hilfestellungen:

  1. Man nimmt Venedig und macht es erst mal 90% kleiner
  2. Dann kippt man die Stadt um, sagen wir mal, 63 Grad
  3. Jetzt das Meer durch Fels ersetzen
  4. Die Brücken durch Treppen austauschen
  5. Und damit man sich auch fortebwegen kann, abschließend noch die Gondeln in Züge verwandeln.

Tadaaa! Fertig!

Es sind ganz wunderbare und doch auch unterschiedliche Ortschaften, mit zauberhaft bunten Häuschen, tollen Ausblicken und freundlichen Menschen.

Ich war leider nicht lange genug da, und hatte auch nicht das richtige Schuhwerk dabei, um mich auf den Wanderweg zu begeben, der alle Ortschaften über ca. 30 km miteinander verbindet. Aber man braucht ja auch Gründe um mal wieder da hin zu fahren. Bis dahin war der Zug eine wunderbare Alternative um in einem, wenn auch langen Tag, alle Orte zu besuchen und trotzdem viele, viele, wirklich viele Treppen zu steigen.